Am Ende der letzten Eiszeit zieht sich der Linthgletscher zu- rück und hinterlässt eine Endmoräne (Hügel der Kirche Enge, Lindenhof, Hohe Promenade). Südlich dieser Endmoräne bil- det sich der Zürichsee.
Erste Siedlungen am See, die vermutlich nur zeitweilig be- wohnt waren. Die bei ihrer Entdeckung 1854 als Pfahlbauer- dörfer interpretierten Siedlungsreste im See dürften jedoch eher Ufersiedlungen gewesen sein, da der Seespiegel da- mals bedeutend tiefer lag als heute. Ausgrabungen der heute bekannten neuen Siedlungsgebiete am und im See brachten zahlreiche Funde aus verschiedenen Kulturperioden zu Tage.
In der Siedlung im Gebiet der heutigen Seestrasse wurden die aus dem 3. Jahrtausend v.Chr. stammenden Fragmente von Rädern und der zugehörigen Radachsen gefunden. Die aus zwei Brettern gefügten und durch drei Einschubleisten zu- sammengehaltenen Räder weisen einen Durchmesser von 50 cm auf.
In der Limmat wurden Axtklingen, Dolche und Sicheln aus der Mittelbronzezeit (ca. 1500 v.Chr.) gefunden. Da Lage und Ort der Funde ausschliessen, dass es sich um verlorene Ge- genstände aus Schiffbrüchen oder Flussüberquerungen han- delt, dürfte das Gebiet um den Lindenhof das spätere römi- sche Siedlungsgebiet bereits damals bewohnt gewesen sein.
Das Gefäss in Vogelform mit Ritzverzierungen aus der Bron- zezeit um 1000 v. Chr. wurde im Gebiet des Alpenquais ge- funden. Aus zahlreichen weiteren Funden dieses Gebiets kann geschlossen werden, dass diese Siedlung während mehreren Jahrhunderten bestand und bewohnt wurde.
500 v.Chr.
Keltische Besiedlung des Gebietes (La Tène Zeit). Der römi- sche Name für Zürich 'Turicum' geht wahrscheinlich auf den keltischen Personennamen 'Turus' zurück, über dessen Person jedoch nichts bekannt ist.